
Eben hat einer meiner Leser mir angedroht die auf meinem Blog platzierten Adsense Anzeigen künftig häufiger zu beachten. Soweit so gut. Es freut mich wenn jemand sich auch mal mit der Werbung am Rande befasst, schließlich ist das ja auch irgendwie eine Form der Anerkennung für meine Artikel.
Was mir aber auch durch den Kopf ging waren einige Berichte von Bloggern die kurzerhand von Google Adsense ausgeschlossen wurden, weil merkwürdiges Klickverhalten festgestellt wurde. Ob diese Leute nun wirklich regelmäßig Eigenklicks durchgeführt haben oder ob sie ganz unschuldig sind weiß ich natürlich nicht. Die Frage bleibt, was nimmt man als Alternative wenn einen Adsense nicht mehr mag. Bei meiner Recherche sind mir 2 Anbieter aufgefallen die in Bezug auf Blogger relativ häufig genannt wurden. Zum einen findet sich da der Anbieter Contaxe.com, zum anderen ein Dienst der sich Oxado.com nennt und mir bisher noch komplett unbekannt war.
Oxado.com möchte ich euch hier kurz vorstellen. Wer die Seite aufruft wird vermutlich als erstes bemerken wie grausam die Rechtschreibung ist. Oxado ist ein französisches Unternehmen mit Hauptsitz in Paris. Die deutsche Übersetzung scheint maschinell erstellt worden zu sein, denn solche Böcke kann kein menschlicher Übersetzer schiessen. Die Texte die Oxado beschreiben sind also an manchen Stellen sehr schwer zu lesen bzw. erst nach mehrmaligem lesen wirklich zu verstehen. Man findet sich aber trotzdem noch zurecht.
Bei der Anmeldung kann man wählen ob man den Dienst für die eigene Person (Privatperson, Selbstständig) oder im Namen einer Gesellschaft nutzen möchte. Alle weiteren Schritte ergeben sich bei der Anmeldung von selbst. Man kann direkt zwischen verschiedenen Auszahlungsmöglichkeiten wählen. PayPal, Moneybookers über EU-Überweisung mit IBAN/BIC-SWIFT stehen zur Auswahl. Ist die Anmeldung abgeschlossen erhält man relativ zügig eine Aktivierungsmail und kann sich in die eigene Accountverwaltung einloggen. Witzig dabei, das ganze ist nicht in ein Interface eingebaut sondern erfolgt über HTACCESS.
In der Accountverwaltung angekommen kann man dann ganz simpel seine Webseite(n) eintragen und darauf warten das diese freigeschaltet werden. Ist die Freischaltung erfolgt kann man sich seine Contentrelevanten Ads zusammenbasteln. Aktuell stehen 24 verschiedene Anzeigenformate zur Auswahl, darunter auch alle gängigen Größen. Die Anzeigen lassen sich, wie auch bei Google Adsense, ganz individuell färben. Hier habe ich sogar einen Vorteil entdeckt den der Marktführer meines Wissens nach noch nicht bietet. Oxado liefert zu jedem angelegten Werbemittel eine einzelne Statistik. Allgemein gefallen mir die Möglichkeiten zur Statistik ganz gut. Statistikfreunde finden relativ viele Sortierfunktionen.
Die Anzeigen selbst bezieht Oxado zur Zeit von Partnern. Für die Belieferung deutschsprachiger Seiten sind aktuell Tradedoubler.com und Miva.com zuständig. Ich habe Oxado selbst kurz ausprobiert, die Anzeigen passend zum Content zu liefern funktioniert ganz gut, aber nicht immer 100%ig.
Was gibt es noch zu sagen. Oxado.com möchte wachsen und bietet deshalb die Möglichkeit an neue Publisher zu werben. An deren Verdienst wird man mit tollen 10% beteiligt. Nicht so schön: Ausgezahlt wird man erst wenn man 100 Euro mit den eigenen Anzeigen verdient hat. Das dauert bei einigen wohl eine Weile.
Bis auf die grausame Übersetzung gefällt mir der Dienst ganz gut, ich könnte mir also durchaus vorstellen ihn irgendwann mal auf einem anderen Projekt einzusetzen. Wer Adsense kennt kommt auch mit Oxado klar. Was ich allerdings nicht verschweigen möchte ist die Tatsache das ich bei der Recherche auch auf einige negative Stimmen gestossen bin. Oxado ist wohl ziemlich schnell dabei Publisher zu sperren die “auffällige Klickraten” haben.
Es ist immer schade das man diese negativen Stimmen nie genau beurteilen kann, sind das Leute die rummaulen weil sie die Anzeigen selbstgeklickt haben und zurecht gesperrt wurden? Oder suchen sich die Anbieter Publisher zum Abschuss raus um ein wenig Geld zu sparen/verdienen?
Mag Oxado auch eine Alternative sein, so bin ich doch froh Adsense nutzen zu können, hoffentlich noch für lange Zeit. Wie seht ihr das? Wäre es für euch auch eine Alternative?
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Hey das ist doch mal ein Tipp, wenn das so läuft wie es aussieht na dann aber hallo. Das hast du ja ein Fass aufgemacht. Wünsch dir Glück.
Gruß
Thomas
Danke Thomas, ich muss aber selbst erstmal ausloten wo ich Oxado einsetzen könnte um es richtig intensiv zu testen.
Hier auf dem Blog hats keinen Platz.
Ich werde es auf meiner PKV mal testen. Da kann ich nichts verkehrt machen soweit. Was hast du sonst noch für Seiten ??
Aktuell nur ungenutzte Domains, das ist das Problem
Wenn man bei Adsense rausfliegt ist das sicherlich eine gute Alternative. Ich frage mich gerade, wie google Eigenklicks eigentlich wertet. Klar, wenn ich von meinem Pc aus auf ne Anzeige klicke ist das kein Problem. Woran aber würden die das fest machen, wenn ich durch die 10 I-Net Cafes in meiner Strasse gehe und bei jedem einmal klicken würde?
Ich habe keine Ahnung wie das gewertet wird. Kann nicht auch theoretisch jedermann hergehen und einem anderen was böses wollen indem er täglich 50x auf die Adsense Anzeigen des anderen klickt? Dieser wird doch dann theoretisch relativ schnell von Google rausgeworfen oder?
Huhu,
also die Auszahlung liegt etwas hoch würde ich mal meinen, da kommt man selbst bei Google Ads besser weg
– und ja, wenn man selber klickt, wird man eigentlich überall recht schnell aus dem Programm genommen.
Ich wurde vor Kurzem erst von Adsense rausgeworfen, da ich innerhalb weniger Monate zuviele Klicks hatte. Laut meinen Google-Analytics-Auswertungen bin ich demnach aus der Schweiz regelmässig nach Hamburg gefahren und von dort auf die Banner zu klicken. Einspruch kann man einmal erheben, der wird aber zu 99% abgelehnt, wie auch in meinem Fall, trotz Hinweis auf die Auswertungen.
Google protokolliert bspw. die IPs von denen du dich an deinem Account anmeldest. Wenn von dieser IP dann ein Klick ausgeht, ists vorbei. Wie die das in meinem Fall gemacht haben ist mir schleierhaft. Ich war mit 8 das letzte Mal in Hamburg.
Daraufhin habe ich mich bei Contaxe angemeldet. Ich bin damit relativ zufrieden, allerdings ist die Qualität der Anzeigen nicht so gut. Sie passen schlichtweg nicht zu meinem Content, der allerdings auch ziemlich speziell ist.
Grüsse,
Ben.
So, war es bei mir damals auch und das kurz vor der zweiten Auszahlung von 100 USD, naja was soll man machen. Einspruch wurde abgelehnt. Deswegen benutze ich heute Contaxe und bin mit dem Support sehr zufrieden.
Meine damalige Seite Paidszene.Info stand ja unter der Kontrolle vom Support, war auch nett
– weil damals war es noch kein Blog und bis heute keine Probleme gehabt.
@Ben Das ist wirklich mal ne üble Geschichte. An dieser Stelle mal mein Beileid.
@Noxed Ich finde Bens Argument bzgl. der Anzeigen die nicht zum Content passen trifft auch bei dir teilweise zu. Gratis-Kredit Anzeige bei einem Bericht über Forcedklicks und Werbung für bezahlte Umfragen beim Bericht über Superclix. Naja, aber wichtig ist das der Support stimmt.Wenn du zufrieden bist ist alles gut.
Das werde ich die Tage noch umstellen, das liegt zurzeit an meinen schnellen Einstellung die ich da getroffen habe
.
Ja, Google hat da verschiedene Möglichkeiten das zu erkennen, da sie aber relativ viel per Algorithmus lösen, trifft es immer wieder auch Unbeteiligte. Ich denke mal der neue Yahoo-Bing Deal könnte etwas mehr Qualität und Bewegung in die Sache bringen. Mit Contaxe bin ich auch recht zufrieden, aber alle Content-Ad-Anbieter haben das nahezu gleiche Problem, es fehlt ihnen an Größe hinsichtlich Werbekunden und auch Technologie.