Im letzten halben Jahr haben sich die Feeds die ich abonniere stark vermehrt. Ich verfolge mittlerweile sehr viele deutsch- und englischsprachige Blogs. Die Mischung machts. Auf vielen dieser Blogs verfolge ich gerne einfach nur lesend die aktuellen News aus der jeweiligen “Szene”. Andere Blogs sind abonniert weil ich mich dort auch gerne an Diskussionen beteilige. Dazwischen ab und an mal ein Blog der mit täglichen Lachern aufwartet. Und natürlich auch viele Blogs von Bloggern die hier bei mir regelmäßig kommentieren. Besonders die letzte Gruppe wächst regelmäßig.

Insgesamt sind es wohl knapp 100 Blogs die ich aktuell verfolge. Wer selbst solch einer großen Zahl an Blogs folgt weiß das an manchen Tagen statt kleiner Artikel-Wellen ganze Artikel-Tsunamis im Feedreader einschlagen. Speziell an solchen Tagen habe ich mich in letzter Zeit immer wieder am Google Reader gestört. Trotz der vielen Möglichkeiten Feeds dort zu sortieren und zu gruppieren wirkte mir das Programm etwas zu klein für diesen Informationsberg. Ich möchte nun auch keineswegs den Google Reader in seiner Qualität schlecht machen. Ich weiß das enorm viele Blogger dieses Tool nutzen und lieben. Für mich war es ja auch sehr lange das Optimum. Also vermutlich nur etwas das meinen persönlichen Geschmack betrifft. Trotzdem möchte ich euch das Programm vorstellen bei dem ich mittlerweile gelandet bin.


Ich habe einige Reader angetestet und bin dann bei der Softwarelösung von http://www.feedreader.com hängen geblieben, da mir dort Aufbau und Usability am meisten zusagten. Einen wirklich großen Unterschied zum Google Reader gibt es eigentlich nicht, trotzdem kommen mir meine Abos bei gleicher Anzahl direkt viel übersichtlicher vor. Was mir unter den zahlreichen Features besonders gut gefällt ist die Möglichkeit durch ein kleines Fenster das kurz aus der Taskleiste aufsteigt und ein dezentes akkustisches Signal auf frisch gebloggte Artikel aufmerksam zu werden. Wer wie ich gerne interessante neue Artikel auf Twitter verbreitet wird diese Funktion lieben.

Zudem ist die Erstellung einer OPML Datei ein wenig einfacher als beim Google Reader wo man erst ein Set anlegen muss. Der Feedreader hat dazu direkt einen passenden Menüeintrag. Was mir auch sehr gut gefällt ist das kleine Symbol in der Taskleiste das die Farbe ändert. Sind alle abonnierten Feeds gelesen ist es grau. Kommen neue dazu ändert es die Farbe in ein helles gelb/orange. Hier mal ein Screenshot vom Feedreader. Schlicht und unspektakulär aber übersichtlich.

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Wer nach einer Alternative zum Google Reader sucht sollte sich das Programm auf jeden Fall mal anschauen. Ich habe den Wechsel auf das Programm direkt mal genutzt um neue Ordnung reinzubringen.

Dabei möchte ich auch nochmal kurz das Thema “Anstandsfolgen” anschneiden. Wie erwähnt folge ich auch vielen Bloggern die hier bei mir gelegentlich bis regelmäßig kommentieren oder kommentiert haben. Ich finde sowas ist anständig und trägt auch zur gegenseitigigen Vernetzung bei. Das Problem ist allerdings, ich kann manchen Blogs denen ich anstandshalber folge höchstens 1x im Monat einen Artikel abgewinnen der mich halbwegs interessiert. Ansonsten ist auch bei aller Liebesmühe nichts für mich dabei. Trotzdem habe ich diese Feeds nicht aufgegeben, durch das neue Programm haben sie jetzt eine extra Kategorie bekommen so dass ich weiterhin überschauen kann was dort geschrieben wird.

Welchen Reader nutzt  ihr  und wie zufrieden seid ihr damit? Folgt ihr  auch anstandshalber einigen eurer Kommentatoren selbst wenn euch deren Bloginhalte nicht besonders ansprechen? Ist das möglicherweise sogar ein Tabuthema?

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