Der Titel sagt eigentlich schon recht gut aus worum es mir mit diesem Artikel geht. Blogs die scheinbar über Nacht ganz unangekündigt zum Stillstand kommen und Blogger die von heute auf morgen von der Bildfläche verschwinden. Da macht man sich schon irgendwie so seine Gedanken ob bei der Person hinter dem Blog alles OK ist. Garantiert kennt jeder der diesen Artikel liest irgendwo einen Blog der mitten im prallen Leben ohne erkennbaren Grund endet.

Durch tägliches schreiben und kommentieren in der Blogosphäre wächst schon eine nette kleine Gemeinschaft zusammen. In den ersten 3 Tagen merkt man es eigentlich garnicht dass der Feedreader an einer Stelle kein Update bietet. Nach einer Woche fällt es dann aber schon auf. Man denkt sich dass der Blogger wohl privat viel zu tun hat und bald wieder etwas von sich hören lässt. Nach 2 Wochen macht man sich dann schon ein paar Sorgen und sucht im Internet nach anderen Lebenszeichen, schreibt evtl. mal ein “Hey, alles klar bei dir?” per Mail oder Messenger.  Aber was macht man wenn dann auch Woche 3 und 4  ohne virtuelle Reaktion verstreichen?

Wirft man einen Blick ins Impressum des vermissten Bloggers und ruft einfach mal an? Oder streicht man den Blogger mit dem Gedanken “Einer weniger” aus dem Kopf. Ich bin mit beiden Lösungen nicht einverstanden, einerseits möchte ich niemandem hinterher telefonieren, das könnte den falschen Eindruck erwecken oder möglicherweise auch stören und aufdringlich wirken. Wer weiß was es für Gründe gibt die virtuelle Welt komplett verlassen zu haben. Ich habe vor Jahren auch schon einmal ein “Kümmer dich um deinen Scheiss” als Antwort erhalten nachdem ich jemanden angerufen habe.

Andererseits gelingt es mir aber auch nicht einen Blogger mit dem ich gute Artikel, nette Kommentare und oft auch interessante Gespräche/Schriftwechsel verbinde einfach so aus dem Kopf zu streichen.

Gründe einfach mal unterzutauchen gibt es viele. Besonders Blogs die von Studenten geführt werden sind wohl aktuell stark unterfüttert aufgrund von Klausuren. Aber wirklich von jetzt auf gleich alles einschlafen zu lassen? Gerade bei gut besuchten Blogs verstehe ich sowas nicht und mache mir Gedanken.

Ein kurzes “Ich bin dann mal für ein paar Wochen weg” genügt ja eigentlich schon. Soviel Zeit sollte doch jeder irgendwie erübrigen können. Bei Internetausfall gibt es auch genügend Mittel und Wege die Leserschaft darüber zu informieren dass man eine Weile eine Zwangspause einlegt. Rio hat es zum Beispiel gut gelöst mit seiner Nachricht Eingeschränkte Onlinepause. Da weiß der Leser wo er dran ist.

Also an dieser Stelle mal ein kleiner Aufruf an alle künftigen Internet- und Blogabstinenzler. Gegen eine Pause ist absolut nichts einzuwenden, die muss jeder mal machen. Aber hinterlasst euren Lesern doch ein paar Infos, denn garantiert gibt es da draußen jemanden der euch mag, euch vermisst und sich Sorgen macht wenn ihr über Nacht spurlos verschwindet.

Die 2 Blogs/Blogger auf die ich mich mit diesem Artikel beziehe lasse ich mal bewusst aussen vor, nicht das sich noch jemand angeprangert fühlt oder aufgrund dieses Artikel belästigt wird.

Kleines Update: Ganz interessant ist wohl auch die Blogparade gegen Blogmüdigkeit von Tim, werft mal einen Blick rein und beteiligt euch bei gefallen.

2. Kleines Update: Thomas von Blogger-World (der hat auch kurz pausiert) hat heute den Headliner zu einer Artikelserie gestartet die sich mit den Gründen für Blogpausen, verschwundene Blogger und ähnlichem befasst. Es beginnt mit einer kleiner Abstimmung bzgl. der eigenen Motivation zu bloggen. Schaut mal rein:Des Bloggers Last is das Bloggen

Kategorie: Blogospähre

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