Nachdem ich jetzt knapp 2 Tage so gut wie garkeine Zeit für meinen Blog hatte bin ich gerade  ziemlich erstaunt gewesen was sich in 48 Stunden alles in der Warteschlange der zu moderierenden Kommentare ansammelt. Neben dem üblichen Spam für blaue Wunderpillen und diverse Porno-Portale waren auch viele Kommentare dabei die gezielt abgegeben wurden.

Artikel in denen ich Dienste zum Thema Geld verdienen vorgestellt habe wurden mit “Hihihi, ich möchte hier eine Referrallink-Kette starten” und dem zugehörigen Referrallink bedacht. Dazu noch 2-3 Kommentare hinter denen ich Möchtegern-SEO’s vermute, als Name ein Keyword und Inhalt der rein garnichts mit meinem Artikel zu tun hat, also pure Eigenwerbung und gleichzeitig wohl die Hoffnung hier einen Backlink zu erhalten.

Es mag daran liegen dass ich heute morgen schon mit Kopfschmerzen aufgewacht bin, aber irgendwie habe ich diesen nahezu alltäglichen Spam heute in den falschen Hals bekommen. Gegen automatisierte Spambots die meine Antispam Biene auf Trab halten kann ich nicht viel tun, außer auf wiederkehrende IPs zu achten und diese auszusperren.

Bezüglich der Kommentare von Menschenhand habe ich mich dann heute an ein kleines Plugin erinnert welches ich vor ein paar Wochen entdeckt habe. Es nennt sich Comments Policy. Nun habe ich das Plugin eben direkt mal aktiviert und eingebaut. Ab jetzt finden sich neben dem “Kommentar absenden” – Knopf ein paar Infos welche Kommentare hier nicht erwünscht sind und nicht freigeschaltet oder vor der Freischaltung editiert werden.

Nun möchte ich gerne eure Meinung dazu hören, ist diese Maßnahme schon zu drastisch?

NicknameSchwierigkeiten macht mir immer wieder der Punkt “Name” in meinem Kommentarfeld. Keywords kann ich ja nun überhaupt nicht leiden, allerdings fällt es mir immer wieder schwer bei Kommentaren zwischen Nickname und Keyword zu unterscheiden. Auch Nicknames mag ich nicht unbedingt, finde ich doch dass sowas eher in ein Diskussionsforum gehört als in das Aushängeschild eines Bloggers. Aber natürlich bin ich so tolerant und möchte jedem Kommentator die Verwendung eines Nicknames statt des realen Namens zugestehen.

Bevor ich Comments Policy aktiviert habe, habe ich auch kurz mit dem Gedanken gespielt die Beschriftung neben dem Kommentarfeld zu ändern und “Name” mit dem Zusatz (steht in deinem Ausweis) zu ergänzen.

Bitte versteht mich nun nicht falsch, ich möchte Blogger/Kommentatoren die einen Nickname verwenden hier keinesfalls angreifen, aber trotzdem würde ich gerne wissen was gegen die Verwendung des eigenen Vornamens spricht? Ist es nur Gewohnheit und hat sich so etabliert? Nehmen wir mal einen frei erfundenen Nick, Holzauge. Wenn ein Kommentator mit einem solchen Nicknamen bei mir auftaucht denke ich jedes mal unfreiwillig “Schade, da hatten die Eltern aber einen schlechten Geschmack, der wurde in der Schule bestimmt gehänselt“. Wie gesagt, ich möchte nun niemandem auf die Füsse treten, jedoch kurz meine Ansichten zu diesem Thema veröffentlichen.


Ein Kommentar mit einem richtigen Namen oder zumindest der Kurzform, dazu am besten noch in Verbindung mit einem Gravatar, wirkt zumindest auf mich viel ansprechender als ein Fantasie-Nickname der nicht annähernd etwas mit dem Namen der im Personalausweis steht zu tun hat.

In sämtlichen Netiquetten für Blogger und Internetnutzer wird immer wieder darauf hingewiesen dass  auf der anderen Seite auch ein realer Mensch sitzt. Warum sollte man sowas dann nicht auch zeigen in dem man schon mit seinem Erkennungsmerkmal, dem Namen, anfängt?

So, das alles musste ich mir mal von der Seele schreiben, ich hoffe sehr es fühlt sich niemand angegriffen, denn meine Kritik ist nicht als Angriff gemeint. Vielmehr erhoffe ich mir eine nette Diskussion und ein paar Erkenntnisse.

Also liebe Nickname-Nutzer, was spricht gegen die Verwendung eures Vornamens beim bloggen und kommentieren? Und was haltet ihr von meinem kleinen Regelbuch für Kommentare? Zu extrem oder würdet ihr sowas auch nutzen?

Kategorie: Bloggen

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