Kommentare – was man beachten sollte!
Vor ein paar Tagen habe ich darüber geschrieben das Blogkommentare wie Vorstellungsgespräche sind und sie für jeden Blogger wie eine Art Aushängeschild sind. Heute möchte ich euch ein Punkte mit auf den Weg geben die man beachten könnte wenn man seine morgendliche Runde durch den Feedreader startet und beabsichtigt die Blogosphäre um ein paar Kommentare zu bereichern. Vorweg sein gesagt das sich meine Ansicht diesbezüglich wohl auf spezielle Weise ausgeprägt hat. Ich war lange Zeit Moderator in einem großen Diskussionsforum und bin deshalb allgemein kein Freund von Aussagen die nichts aussagen! Deshalb möchte ich hier auch mit ein paar Sachen anfangen die mir bislang immer negativ aufgefallen sind und die man meiner Meinung nach beim kommentieren auf fremden Blogs möglichst unterlassen sollte.
Was man beim kommentieren nicht machen sollte
- Inhaltlose Aussagen wie “toller Artikel” oder “Schön geschrieben” absetzen. Wenn einem ausser diesen Phrasen nichts anderes einfällt sollte man lieber von einem Kommentar absehen.
- Werbung für eigene Artikel und Aktionen, auch wenn sie sogar zum Thema passen. Manchmal ist die Erwähnung eines eigenen Artikels ok wenn man dadurch seinen eigenen Kommentar und die Diskussion unter dem Artikel bereichert. Wer jedoch nur mitteilen möchte das er auch schon über das Thema geschrieben hat um auf diese Weise hat um ein paar Besucher wegzulocken sollte eher nicht kommentieren.
- Mehrere Kommentare hintereinander absenden weil einem immer wieder etwas neues einfällt. Sowas kommt vor, ok! Aber es erweckt den Eindruck als wolle man nur mehr Aufmerksamkeit bekommen. Lieber etwas länger nachdenken bis alle Gehirnzellen am Kommentar mitarbeiten, dann vergisst man auch nichts.
- Den Artikelschreiber oder andere Kommentatoren beleidigen. Sowas passiert recht selten, aber ich habe es auch schon gesehen. Es gibt Menschen die nicht diskutieren können und spätestens nach 2 Gegenargumentationen an verbalem Durchfall erkranken. Für einen Blogger der solche Kommentare absendet währe es wohl der Todesstoß.
- Zusammenhanglose Kommentare oder auch Offtopic. Sowas stört mich persönlich sehr. Wird gerade über einen Artikel diskutiert finde ich es furchtbar wenn ein Kommentator plötzlich mit der Diskussion um ein Plugin dem Blog anfängt oder fragt warum der Artikelschreiber gestern nicht in der Stammkneipe war. Für sowas gibt es Email, Telefon, Messenger oder bei vielen auch Twitter.
- Schreibfehler ohne Ende. Ein Buchstabendreher oder ein Fehlerchen ist ok, sowas passiert mir auch. Wenn ich jedoch Kommentare lese in denen jedes 2. Wort falsch geschrieben wurde beachte ich den Kommentator wohl kaum noch.
- Herablassend kommentieren. Man wird immer wieder Artikel lesen bei denen man feststellt das man vom Thema mehr Ahnung hat als der Verfasser selbst. Die Erfahrung darf man natürlich in den Kommentar einbringen, aber man sollte versuchen nicht altklug oder herablassend zu klingen.
So, das waren jetzt die wichtigsten Punkte die mir negativ aufgefallen sind. Es hat sogar gut getan sich das alles mal durch einen Artikel vor Augen zu halten. Evtl. werde ich die Liste noch weiter ergänzen da es durchaus noch weitere Dinge gibt. Diese negativen Kommentare stammen jedoch meist nicht von anderen Bloggern sondern von Suchmaschinenbenutzer, deshalb lasse ich sie mal aussen vor. Ich achte jedoch nicht nur auf negative Sachen. Da mir auch manchmal die Schönheit des Kommentars ins Auge fällt, möchte ich auch paar Möglichkeiten auflisten die man beachten kann um einen schönen Kommentar abzusenden.
Was man machen kann um einen guten Kommentar zu schreiben
- Besonders bei längeren Artikeln eine spezielle Aussage oder Information heraussuchen und sich im Kommentar mit dieser befassen.
- Die eigene Meinung oder ein eigenes Urteil zum Artikel aufschreiben und diese auch begründen. Zum Beispiel mit einer eigenen Erfahrung.
- Vor dem verfassen des eigenen Kommentars auch die Aussagen anderer Kommentatoren lesen (und verstehen).
- Bei Bedarf den Mut haben Fragen zu stellen! Blogger und auch andere Kommentatoren mögen es wenn sie gefragt werden
- Duzen! Auch wenn du neu auf einem Blog bist, in der Blogosphäre duzt man sich, und du gehörst dazu!
Puuh, das wars erstmal mit meinen Ratschlägen. Ob sie brauchbar sind darf natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Evtl. fällt ja noch jemandem etwas ein was ich hier aufführen könnte?
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“Schreibfehler ohne Ende” ja das ist so ein Problemchen obwohl, darf das eins sein ? Ich mache auch eine Menge Fehler aber sobald du Rechtschreibung forderst musst du auch bereit sein Kommentare zu löschen. In unserem Schweinegrippe Artikel haben so viele Jugendliche geantwortet und ich habe nicht auf die Rechtschreibung geachtet sondern musste Kommentare löschen wie “Ich will geiiiile lange Ferien” oder schlimmer. Wenn man sich die Kommentare anschaut, da sind schon Krasse dabei, aber auch mit Fehler sind Sie die Meinung, eines jüngeren Puplikums.
Meine Frau schrieb mal in Willkommen:Vorab möchte ich mich schon einmal für Grammatikalische und eventuelle Rechtschreibfehler entschuldigen.
Davon gibt es eine Menge mehr Blogs.
Wir sind halt auch keine Profis.
Gruß
Thom
Huhu Thom, danke für deinen ausführlichen Kommentar. Nur weil ich die Rechtschreibung als wichtig anführe heißt es nicht das man Kommentare mit Schreibfehlern löschen muss. Den Zusammenhang verstehe ich nicht so ganz. Und natürlich, je nachdem wie dein Publikum ausschaut musst du mit Schreibfehlern in deinen Kommentaren rechnen.
Ich versuche hier in diesem Artikel darzustellen was ein Blogger tun kann um sich durch seine Kommentare auf fremden Blogs entsprechend zu renommieren. Quasi was man tun kann um eine ordentliche Visitenkarte zu hinterlassen, und dazu gehört es vor dem absenden auch auf Schreibfehler im Kommentar zu achten.
Natürlich sind wir keine Profis und hin und wieder schleichen sich Fehler ein, es sollte nur keine Überhand nehmen.
“wie “toller Artikel” oder “Schön geschrieben” absetzen.”
Toller Artikel ..
*grinsbisüberbeideohren*
Wie dem auch sei. Ich denke, das es auch immer auf den jeweiligen Artikel ankommt zudem ein Kommentierender seinen Kommentar verfassen möchte.
Fehlerfrei bin ich auch nicht. Buchstabendreher sind immer drin. Und in Sachen deutsche Rechtschreibung stehe ich zuweilen auch mit besagter eher auf Kriegsfuß.
Viel wichtiger erscheint mir z.B. eingebrachte konstruktive Kritik.
Diese setzt aber auch voraus, dass sich der Kommentierende mit dem Artikel an sich beschäftigt und nicht nur überflogen hat.
Generell werden in meinen Blogs z.B. Pseudokommentare gelöscht deren Wert nur in einem Link beruht.
Muss aber auch jeder selbst wissen.
;o)
@Manfred Fehler machen menschlich. Und Rechtschreibefehler sorgen doch immer für allgeimeine Belustigung.
Du stehst mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuss? Wer tut das nicht, bei dem ganzen Wirrwarr der letzten Reformen.
@Blacktimes Kein Kommentar dazu.
@Manfred Auf jeden Fall ist der Inhalt des Kommentars höher zu bewerten als die verübte Rechtschreibung. Im Optimalfall achtet der Kommentator aber auf beides.
Und wie @Sascha schon sagt, Fehler zu machen ist menschlich. Ich mache auch nach wie vor mehr als genug davon. Versuche aber mittlerweile mich zu verbessern.
Pseudokommentare lösche ich übrigens auch meistens oder versehe sie wie hier grad im Fall von Blacktimes geschehen mit einem Dontfollow.
Hallo Piet,
ich lese deinen Blog gerne, weil er durch deine Beiträge einen eigenen Charakter hat. Entsprechen lese ich gerne deine Artikel und ab und zu erhalte auch ich Kommentare wie oben beschrieben:
“toller Artikel” blabla und einen Link der dann noch zum Inhalt passt.
D.h. ich habe einen Post zu einem Hotel geschrieben und gleich den ersten Kommentar mit Link zu einem Hotel und in meinen letzten Beitrag zu Autokauf, ein kurzes Kommentar mit Link zu einem Autoblog.
Zum Teil lasse ich diese stehen, weil ich ja noch nicht so viel Kommentare erhalten wie du.
Zudem ist es auch Lobenswert, dass du die Kommentare individuell moderierst, um so Feedback zu geben.
Aber zurück zum Thema, gerade habe ich nochmal deinen Bericht zu “Teliad” gelesen und auch einen Sinnlosen Kommentar gesehen der für Eigenzwecke genutzt hat obwohl du darüber sogar ausführlich berichtet hast. Ich kann dich dahingehend verstehen, dass nervig ist sowas aufzufinden. Vorallem wenn man viele Kommentare am Tag erhält wie es ja bei dir der Fall ist.
Hi Piet,
lesenswerter und aussagekräftiger Artikel:-) Ja, man bekommt korrektur-pflichtige Kommentare zu genüge, aber wirklich korrigieren, tue ich persönlich an den gemachten Fehlern nichts mehr.
Ich lasse es immer so stehen wie es ist. Jedoch habe ich ab und an und bei manchen Kommentaren den Eindruck, dass beim Kommentieren einfach losgeprescht und anschliessend nicht mal korrektur-gelesen wird.
Ich selbst versuche Fehler in den Comments zu vermeiden, auch wenn es mir nicht immer gelingt.
Kommentare mit auseinander gezogenen Wörtern wie “schööönn” etc. gehen ganz und gar nicht:-(
Dennoch finde ich, dass deinerseits erläuterte Kommentier-Regeln rechtens sind. Manche Sachen sollte man doch schon einhalten, vor allem wenn man selbst Dutzende oder gar Hunderte von Blogs kommentiert.
Hey Chris, das sind dann Leute die ihre Backlinks thematisch passend unterbringen wollen, oft stecken da Services hinter die man für 9,95 Euro bei eBay kaufen kann. Sowas schalte ich mittlerweile so gut wie garnicht mehr frei.
Ich freue mich übrigens das ich mittlerweile regelmäßig Kommentare enthalte, das war auch bei mir mal vollkommen anders. Viele Kommentare würde ich noch nichtmal sagen, aber genug um mich als Blogger zufriedenzustellen *g* Da kommst du aber bestimmt auch noch hin.
@Alex Danke für dein Feedback, ich freue mich das du die “Regeln” als gut befindest. Ich selbst verbessere Kommentare auch nur sehr sehr selten, ist bisher maximal 2x passiert. Aber da konnte ich dann nicht anders, einfach weil es so extrem war und ich den Kommentator eigentlich gut leiden konnte. Mir ist aufgefallen das Fehler meistens nur von den 1x Kommentatoren kommen die einen Backlink abgreifen wollen und dann wie du schon sagst scheinbar direkt lospreschen.
Man kann ja nicht erwarten das jeder Kommentierende bei jeden Artikel was schreibt. Muss halt zu seinen Interessen oder aktuellem Thema passen mit dem er sich befasst.
Da ist auch viel Twitter Schuld. Man liest was , kommentiert und ist wieder weg. Man kann ja nicht alles bookmarken. Aus dem Auge aus dem Sinn. Wenn man aber die alten Optionen und Wege nutzt,wie Browser favs oder überfüllte Blogroll wird es ebenso unübersichtlich.
letztendlich freue ich mich über jeden Kommentar auch wenn es nur ein einmaliger Besuch ist. Sinnvoll sollte er dennoch sein.
Hi.
, wie vorher angesprochen, springt hier halt nur kurz rein, ihm fällt was ein, schnell eingetippt, vlcht noch Backlink und dann weg.
Ich finde es persönlich richtig und in gewisser Weise auch wertvoll, dass Du das ansprichst. Denn so ein Surfer, wie vlcht auch ich,
Über mehr wird auch dann nicht nachgedacht, bookmark, etc. wahrscheinlich nur, wenn es ein Thema war, was auch später interessiert, wie bei oertlin angesprochen, das “F” und die Art zu schreiben.
Schließlich kommen die wenigstens doch auf Deine Seite, mag ich mal behaupten, weil sie genau das Thema suchen, über das Du schreibst, geschrieben hast.
Ein Link auf ner anderen Site, ein Wort in der Suchmaschine was kurz aufhorchen lässt, um dann befriedigt wieder zu gehen oder nie wiederzukommen. Je nachdem.
Was aber wahrscheinlich auch nervig ist, für Blogger, Foren etc. ist, vermute ich mal, wenn ein Aspekt angesprochen wird, der schon längst in einem anderen Thema gross abgehandelt wurde. Und der Visitor erklärt, schreibt grossartig über das Thema und verrennt sich vollkommen.
Wie auch immer, sei nicht zu streng zu uns Vorbeifliegenden, wir sind nur kleine Ips, die der Informationssucht erlegen sind.
Vlcht fliege ich das eine oder andere Mal nochmal vorbei.
Grüsse
Nismion
@Thom Natürlich, ich schreibe ja auch nur da wo mir ein Thema zusagt
Auf einigen Blogs bin ich bislang auch nur einmaliger Besucher geblieben
@Nismion Ich möchte keinesfalls zu streng sein, die Tatsache das ich mich über JEDEN Kommentar freue bleibt bestehen (Ausnahme Spambots, klar). Es ist genau so wie du es sagst, viele springen schnell rein, versuchen den Inhalt des Artikels zu verarbeiten und schreiben dann auch ggf. einen Kommentar dazu und freuen sich über einen Backlink. Ich möchte nur anregen das sich auch die Vorbeiflieger über die Bedeutung ihrer Visitenkarte die sie hinterlassen bewusst sind.