
Mal wieder ein reißerischer Titel, ich weiß. Wer hier schon mehrfach reingeschaut hat wird aber bemerkt haben das ich solche Aufmacher liebe. Alternativ hätte ich diesen Artikel aber auch “Die kleine Farblehre für Blogger” nennen können. Aber weg vom Titel und hin zum Inhalt.
Über die kleine Blogparade von Sascha bin ich gestern auf dem Blog von Andi aufgeschlagen. Die Blogparade dreht sich um das Thema Kritik am Blogdesign. Blogger sollen sich dabei gegenseitig unterstützen und auf Dinge hinweisen die Ihnen verbesserungswürdig erscheinen. Auf Andis Blog fiel mir besonders die Farbwahl auf, er benutzt(e) teilweise sehr kräftige Farben die das Auge merklich anstrengten und Text schwer lesbar machten. Während der liebe Andi nun mit den Farben experimentiert nutze ich meine Gedanken dazu für einen Artikel.
Nicht jeder Blogger hat ein gutes Gespür für die Farben die er auf seinem Blog verwendet. Die allermeisten Blogger benutzen ein Theme welches von vornherein mit einer ausgewogenen Farbwahl ausgestattet ist und müssen sich deshalb nicht besonders mit diesem Thema befassen. Ab und an begegnen mir allerdings auch Blogs die wirklich ins Auge stechen, und das nicht wegen der tollen Artikel.
Generell ist es nicht schlimm kein gutes Auge für Farben zu haben, bei jedem Blogger liegen die Talente anders verteilt. Ich behaupte von mir ein recht gutes Auge für Farbkombinationen zu haben, dafür liegen mir andere Bereiche des Blog-Alltags nicht so besonders. Einzelne Sachen im Code des Themes zu bearbeiten ist für mich teilweise immer noch wie ein Gang durch eine Pyramide, so viele Hieroglyphen überall.
Eine schlechte Farbwahl auf dem eigenen Blog zu verwenden muss aber nicht nur etwas mit einem schlechten Auge zu tun haben. Es kann auch ganz einfach am Monitor liegen. Fast jeder Monitor stellt eine Webseite etwas anders dar, denn überall sind die Einstellungen für Helligkeit, Kontrast und Co. verschieden. Besonders bei Laptops fällt sowas auf, bei älteren Modellen ändert sich die Optik je nach Winkel des Bildschirms.
An dieser Stelle wollte ich euch nun eigentlich mein Lieblingstool zur Farbwahl vorstellen, allerdings ist die Seite schon seit längerer Zeit im Umbau und das Tool funktioniert nicht. Aber ich habe ebenso geniale Alternativen gefunden.
Passende Farben finden
Unter ColorschemeDesigner.com und Colourlovers.com findet ihr ebenfalls sehr gute Tools welche euch bei der richtigen Farbwahl unterstützen können und tolle Anregungen liefern. Ausgehend von einer Hauptfarbe kann man schnell eine Menge Sekundärfarben finden die die Optik abrunden. Mit der Verwendung von milden Farben ist man generell auf der sicheren Seite um das Auge des Betrachters zu schonen. Kräftige Farben sollten nur als Highlights verwendet werden und wenn möglich keinen größeren Flächen füllen. Die vielen neuen Seiten Web2.0 Style bieten dazu häufig tolle Anregungen.
Wenn man sich für ein Farbschema inkl. Textfarben entschieden hat kann es nicht schaden sich zusätzlich Meinungen von Freunden und Kollegen einzuholen. Je mehr Meinungen und unterschiedliche Monitore desto besser.
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Sehr schöner Artikel Piet. Farbwahl ist sicherlich ein schwieriges Problem, habe ich wohl auch. Also einfach alles weiss machen
Mal im Ernst ich denke solche Tools machen es doch vielen leichter.
Danke für den Hinweis…
Hallo Piet!Auch ich habe meinen Blog etwas umgestaltet und mir wurde von Blogger gleich die passenden Farben für mein Layout mit angezeigt.Ist nur schade das ich immer die vorgeferigten Vorlagen nehmen muss,da ich von Layoutgestaltung sogut wie keine Ahnung habe,und dann könnte es mit den Farben schon mal schiefgehen.Aber wenn ich mal soweit bin,dann werde ich bestimmt auf die oben gennanten Tools zurückgreifen.
Liebe Grüsse von Kerstin(Kessy)
Colourlovers.com ist großartig. Deren Dienste nehme ich regelmäßig in Anspruch – auch das Lila-Türkis auf meinem Blog stammt ganz ursprünglich von dort (wenn auch im Zuge des Redesigns etwas modifiziert).
Besonders wenn ich eine gewagtere Farbkombination im Sinn habe, lass ich mir gern unter die Arme greifen. So auch bei einem Fotoalbum für meine Freundin, dessen Cover-Motiv ich erst auf Schwarz-Weiß reduzierte, um es dann noch einmal mit kecken Farbenklecksen aufzuwerten: http://img7.imageshack.us/img7/6141/journeyg.jpg
Das Farbklima gehört wie die Komposition und Typografie zu den Gestaltungsaspekten, die im Printbereich seit Jahrhunderten wie selbstverständlich berücksichtigt werden, die Hobby-Webdesigner aber gern noch (wenn auch meist unbewusst) vernachlässigen. Gut, dass es Hilfe gibt
@Sascha Ich denke du hast kein Problem mit deinem hellen Theme mit grünen und grauen Akzenten. Änder das bloß nicht!
@Kerstin Auch Blogger bietet größtenteils farblich ausgewogene Vorlagen an. Deine aktuelle ist doch auch ganz stimmig für ein kleines Blogtagebuch. Taste dich an Veränderungen aber ruhig langsam ran. Ich finde es macht Spaß sich mit soetwas zu beschäftigen
@Daniel Das Covermotiv schaut gut aus, das ist gelungen. Ich finde man spürt es mittlerweile schon dass sich immer mehr Webmaster mit den Gestaltungsaspekten befassen, zwar gibt es immer noch viele Seiten die eher Gruselkabinett als Webseite sind, aber es geht vorwärts und man entdeckt immer wieder Seite die plötzlich überarbeitet wurden und richtig schick aussehen.
Danke für die Links. Sowas wünsche ich mir schon lange. (Ich war nur zu faul danach zu suchen
)
Na gerne doch Lizzy. Es lohnt sich aber den Datenkraken zu besuchen wenn man nach solchen Seiten und Tools sucht. Gibt mittlerweile eine echt große Auswahl, ich bin da auch noch nicht 100% Up2Date.
Schöner Artikel. Die Webseiten kannte ich noch nicht, aber sie scheinen sehr praktisch zu sein. Ich denke das ich jetzt im mit den Farben ganz gut hin komme auch bei den Admin Kommentaren. Nur muss ich noch was passendes für meinen Hintergrund finden.
Von wo hast du eigentlich deinen Holzhintergrund?
Danke dir
Einen Hintergrund solltest du eigentlich recht schnell finden. Wo ich meinen her habe ist eine gute Frage. Ich habe, als ich mir den Schritt zum Holz überlegt habe, auf einigen Seiten mit kostenlosen Texturen verschiedene Muster zusammengetragen und eine Weile rumprobiert welche am besten passte. Eine URL kann ich dir jetzt nicht sagen, habe da keine Lesezeichen angelegt.
Eine Anlaufstelle findest du aber z.B bei http://www.bluevertigo.com.ar/bluevertigo.htm – dort einfach ganz nach rechts scrollen bis zum Bereich “Patterns”. Da werden ganz viele Seiten aufgelistet die Tapeten anbieten. Alternativ bleibt ein Besuch bei der Datenkrake mit Suchwort “Textur” oder ähnlichem. Mit ein bisschen Zeit findet man was nettes.
Danke für den Link. Eine Grobe Vorstelleung habe ich schon wie ich mir das vorstelle.
Ich so ein Hintergrund wie hier könnte ganz gut aussehen. Nur das halt kein Farblicher Verlauf drin ist sondern einfach nur in einem Grauton.
http://www.directcorp.de/
Die klassischen Querstreifen, keine schlechte Wahl. Ein Grauton wird deinem Blog auf jeden Fall gut stehen.
hi,
ich glaube du hast Colourlovers.com falsch verlinkt; überprüfe einmal die Verlinkung
Tatsache, da hatte sich ein Fehlerchen in den Link eingeschlichen. Habs direkt mal korrigiert, danke für den Hinweis
Also ich muss sagen, ich finde die Farbwahl und vor allem auch die Übersichtlichkeit und Lesbarkeit deines Blogs einfach nur fantastisch (perfekte Kontraste, gute Anordnungen, etc.)!
Ich hatte bei meinem mal ein Standard-Design, habe aber, da mir die meisten Standard-Designs nicht so zusagen, so ziemlich alles daran geändert und nach stundenlanger Arbeit bin ich mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden – bei ist das ARtikel lesen einfach viel angenehmer als auf meiner Seite…
So werde ich wohl doch wieder auf ein Standard-Blog Design zurückgreifen und alle meine Änderungen verwerfen müssen
Hey Gollaf, erstmal vielen Dank für dein Lob. Wenn das aktuelle Ergebnis die Optik ist die sich momentan auf deinem Blog präsentiert dann kannst du in meinen Augen aber durchaus zufrieden sein, mir gefällt das. Du kannst theoretisch hergehen und alles was derzeit orange ist durch einen dunkleren Ton ersetzen, das sollte evtl. noch positive Veränderung bringen. Überlegs dir also gut ob du die ganze Arbeit wieder komplett verwirfst oder nur ein paar Hexcodes und Grafiken umänderst.