Feedback zu Twitter und diversen Twitter Tools – Teil 1
Ich habe mich in den letzten Wochen jeden Tag mit Twitter beschäftigt, mein Ziel war es ja den Hype um die 140 Zeichen irgendwie nachvollziehen zu können. Ich würde sagen das Ziel ist erreicht und ich bin mittlerweile ganz erfreut dass es Twitter gibt. Mein Horizont hat sich durch Twitter um einige nette Kontakte und interessante Blogs erweitert.
Wem sollte man folgen?
Ich habe diese Frage für mich selbst wie folgt beantwortet. Zu erst einmal bin ich den Bloggern gefolgt auf deren Blogs ich mich sowieso regelmäßig herumgetrieben habe. Die meisten von ihnen twittern regelmäßig über neue Artikel auf ihrem Blog. Dann habe ich natürlich geschaut mit wem besagte Blogger so kommunizieren, auch da habe ich wieder einige interessante und folgenswerte Twitterer entdeckt. Immer wieder geht der Spruch “Ich folge jedem der mir folgt” um. Diesen lasse ich für mich jedoch nur bedingt zu, da ich nur auf deutsch twittere und auch nur auf deutschsprachige Tweets reagiere. Anderssprachige Accounts dürfen mir gerne folgen, aber ich revanchiere mich dafür nicht. Ebenso folge ich keinen Accounts die reines werbetwittern betreiben. Mein Ziel ist es ja die Plattform für mich interessant zu gestalten und mich über Nachrichten, Artikel und Tweets für mich folgenswerter Personen auf dem laufenden zu halten.
Soziales Verhalten auf Twitter?
Ob man sich so verhalten sollte wird jeder anders sehen, mancher wird seinem Grundsatz treu bleiben und jedem seiner Verfolger folgen. Vor ein paar Tagen habe ich in einem kleinen Blog sogar gelesen das es doch sehr unfreundlich und unsozial ist wenn man nicht jedem Verfolger folgt. Naja so bin ich halt eingestellt. Um mich dann doch ein wenig sozial zu zeigen halte ich es bei Twitter ähnlich wie bei Blogs die ich besuche. Wenn ich einen Tweet interessant finde gibts einen Re-Tweet (RT) so dass auch meine Verfolger die Information zu sehen bekommen. Interessante Artikel in Blogs bekommen von mir ja auch sehr häufig ein Lesezeichen spendiert. Warum also interessante Tweets nicht mit einem RT oder zumindest einem Reply belohnen?
Wie kann man Twitter nutzen?
Auch da gibt es wieder ganz verschiedene Meinungen. Die einen nutzen Twitter als reines Marketing-Tool für ihren Internetauftritt oder Werbetweets, andere gehen streng der Twitter Frage “What are you doing?” nach und berichten ausnahmslos über Nahrungsmittelaufnahme, Büroalltag, Verkehrsprobleme in der Innenstadt und mehr. Ich persönlich folge sehr vielen Leuten die per Tweet über aktuelle Nachrichten, Neuigkeiten und Fundstücke im Internet sowie ihre Aktivitäten als Blogger twittern. Man könnte als sagen ich nutze Twitter quasi als interaktiven Feedreader. Mittlerweile gefällt es mir regelmäßig nach den neuesten Tweets zu schauen und ggf. auch darauf zu reagieren.
Geld verdienen mit Twitter?
Zu diesem Thema möchte ich natürlich auch nochmal ein paar Worte verlieren und 2 Möglichkeiten vorstellen dir mir am häufigsten begegnen (Marketingexperten werden wohl auf bis zu 9 verschiedene kommen). Ich persönlich differenziere diese beiden Möglichkeiten immer nach “simpler Methode” und “indirekter Methode”.
Simple Methode: Dahinter verbergen sich für mich ganz simple Werbetweets die man mittlerweile von einigen Anbietern beziehen oder auch selbst herstellen kann. Bei entsprechender Anzahl an Followern kann da jeden Tag ein wenig Geld zusammenkommen. Selbst herstellen kann man sich solche Werbetweets in dem man z.B. das neue Feature von Affiliwelt.net nutzt das ich neulich vorgestellt habe.
Wem das noch zu mühsam ist der kann sich einfach bei 2-3 Programmen zum Werbetwittern anmelden, über die Twitter-API geht das ganz fix und vollautomatisch. Jedoch sind die Tweets dann nicht unbedingt immer deutschsprachig. Ausserdem sollte man es mit der Werbetwitterei nicht übertreiben, 1x am Tag so AD ist für mich noch ok, aber alles was darüber hinausgeht wird, zumindest bei mir, eiskalt “entfollowed”. Und dass mache ja nicht nur ich so.
Indirekte Methode: Diese Methode finde ich selbst um einiges ansprechender und sie ist wohl auch um einiges populärer. “Lockt” eure Follower mit interessanten Tweets und Updates auf euren Blog. Es gibt mittlerweile nette Tools die den Feed eures Blogs überwachen und Veränderungen regelmäßig automatisch twittern. Ich nutze diesen Service auch und werde euch im 2. Teil das passende Tool vorstellen. Auf eurem Blog sollte natürlich, zum Artikel passende, Werbung eingebunden sein (z.B per Adsense). Ab und an kann man so einen Klick und ggf. auch einen Lead ernten. Evtl. hab ich ja auch schon Kontakte die euch ab- und an mal einen RT schenken.
Beide Methoden werden nach meiner eigenen Erfahrungen nicht den Reichtum über Nacht bringen, aber ein paar Cent am Tag sind auf jeden Fall möglich, für User mit vielen interessierten Followern wohl auch etwas mehr. Der Bonus der indirekten Methode ist neben der ein oder anderen Werbeeinblendung die Tatsache dass ihr möglicherweiser feste Leser/Kommentatoren gewinnt.
Für beide gilt, man sollte nicht übertreiben. Bei Werbetweets versteht sich das von selbst, aber auch wer einen Blog betreibt und am Tag mehr als 50 Kommentare bekommt kann schnell zur Nervensäge für seine Follower werden. Ein manueller Tweet zwischendurch ist also immer wieder zu empfehlen.
Muss ich Twitter lieben?
Nein auf keinen Fall, die 140 Zeichen sind nicht jedermanns Sache und werden es auch bestimmt nicht. Ich habe auch eine Weile gebraucht um mich daran zu gewöhnen. Ich möchte auch niemanden zum twittern überreden sondern nur aufzeigen dass ich selbst nach anfänglicher Skepsis einen Weg gefunden habe den Service von Twitter positiv für mich zu nutzen. Wer Twitter wie seinen eigenen Blog behandelt, regelmäßig Inhalte filtert und aktiv und höflich agiert kann schon Spaß und Erfolg mit der Plattform haben.
Da es hier wirklich den Rahmen sprengen würde noch einige Tools und Applikationen vorzustellen werde ich diesen Bericht in einem 2. Teil fortsetzen.
Kategorie: Twitter
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