In der letzten Zeit beobachte ich bei mir selbst etwas beunruhigendes. Ich verliere immer häufiger den Faden wenn es darum geht einen neuen Artikel für diesen Blog auszuarbeiten. Ich schreibe ja selten, so wie jetzt, aus dem Bauch heraus über mich selbst. Die meisten meiner Artikel benötigen immer eine gewissen Vorbereitung. Wenn ich hier z.B ein Browsergame, ein Tool oder einen Internetdienst vorstelle muss ich viele Informationen recherchieren, schließlich möchte ich ja auch ordentliche und brauchbare Informationen ins Netz stellen.

Im Normalfall picke ich mir ein Thema über das ich etwas schreiben möchte auf  meinem kleinen Schmierzettel heraus. Wenige Minuten später lande ich dann mit einer frischen Tasse Kaffee (0,5l) an meiner Seite in meinem Dashboard oder in Word, je nachdem wo ich gerade schreiben möchte. Überschrift und Einleitung des Artikel sind meist sehr schnell erstellt. Dann geht es darum Informationen zu verpacken. Häufig schaue ich nach was andere Blogger und Webmaster schon zu diesem oder einem ähnlichen Thema geschrieben haben um Ideen für die Gliederung meines Artikels zu sammeln. Häufig komme ich dabei auch noch auf ganz neue Ideen.

Da liegt nun das Problem begraben. Früher konnte ich ganz entspannt meinen Artikel schreiben. 20-60 Minuten und der Großteil der Arbeit war erledigt. Heute sitze ich ungleich länger an Artikeln mit dem selben Level. Ich lasse mich pausenlos ablenken und verliere dann den Faden. Hier ein Link mit interessantem Titel, dort ein Artikel den ich ja auch eben noch lesen muss bevor ich weiterschreibe. Und ohwei, die Seite kenne ich ja auch noch nicht.  Man kann es sich schon denken, die neu entdeckte Seite beherbergt auch wieder viele tolle Artikel und Links. Wieviel Zeit ich dadurch vergebe merke ich dann meistens erst wenn ich in Gedanken an der leeren Kaffeetasse nippe. Eine Stunde ist mindestens vergangen, ich habe viel interessantes Zeug gelesen und wiedermal ein paar neue Lesezeichen angelegt. Nur die Einleitung meines geplanten Artikels steht noch immer ganz einsam und verlassen da.


Ich ärgere mich selbst darüber wie ein Kind im Bonbonladen zu reagieren und jede Information die mir bei der Recherche begegnet erstmal “probieren” zu müssen (auch wenn Sie nichts mit meinem Artikel zu tun hat) bevor ich mich aufs schreiben besinne. Ich möchte diesem Trend entgegenwirken, denn gefühlt schreibe ich mittlerweile 2-3 Tage an einem Artikel statt wie zuvor eine ruhige Stunde am Abend produktiv auszunutzen.

Kennt jemand mein Dilemma aus eigener Erfahrung und hat einen Tipp wie ich wieder konzentrierter bloggen kann?

Es gibt übrigens noch einen anderen Grund warum ich den Faden verliere. Dieser ist aber sehr erfreulich. Mittlerweile habe ich mit vielen Bloggern den Kontakt etwas intensiviert. Man schreibt sich regelmäßig per Gtalk, ICQ, Skype oder Email und tauscht Gedanken und Informationen aus. Ich freue mich sehr das mein Blog mir zu vielen netten Kontakten verholfen hat, deshalb möchte ich diese Ablenkung auch nicht mehr missen! Danke euch.

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