Und noch ein Artikel von mir der sich mit dem Thematik der Kommentare befasst. Der Blogger an sich freut sich ja über jeden Kommentar der auf seinem Blog eintrudelt und über jede Diskussion die unter seinem Artikel ausgefochten wird. Deshalb muss auch jedem der anfangen möchte zu bloggen bewusst sein das die Arbeit mit dem verfassten Artikel nicht vorbei ist, im Gegenteil. Als Blogger ist man auch Diskussionsleiter oder Moderator. Wer gut moderiert und mit seinen Kommentatoren interagiert wird sich über mehr Kommentare und regelmäßige Besucher freuen dürfen.

Zu diesem Thema ist mir erst kürzlich eine interessante Geschichte passiert. Namen nenne ich aber nicht, da ich mit dieser Geschichte niemanden angreifen möchte.

kaeseEs begibt sich also im Monat August des Jahres 2009 das mich ein Blogger direkt per Twitter anschreibt und mich um einen Kommentar zu seinem neuesten Artikel bittet. Ok, warum nicht. Wer freundlich fragt und auch noch ein interessantes Thema bietet bekommt natürlich meine Aufmerksamkeit. Ich schreibe also kurze Zeit später einen ausführlichen Kommentar zu diesem Artikel und versuche auf alles wichtige einzugehen. Nach absenden des Kommentares habe ich den Artikel im Abo und werde per Email über weitere Reaktionen informiert. Aber nichts passiert. Nachdem fast 20 Stunden ohne Reaktion auf meine Antwort vergangen sind bin ich ein wenig frustiert. Der Blogger twittert munter vor sich hin, er ist also am PC. Warum antwortet er nicht auf meinen Kommentar?  Ich habe mich doch wirklich bemüht und bestimmt 30 Minuten auf seiner Seite verbracht.
Da ich gerade mit einem befreundeten Blogger telefoniere erzähle ich ihm von meinem Frust und das ich diesen Blog wohl nicht mehr besuchen werde. Mein Telefonpartner ergreift also die Initiative und schreibt ebenfalls etwas zum besagten Artikel. Dabei weist er den Blogger darauf hin das es nicht besonders schön ist wenn man einen Kommentar so lange unbeachtet lässt obwohl man online ist.
Das hat den Blogger dann wohl geweckt, es folgt eine Reaktion auf den Kommentar meines Telefonpartners. Dabei kommt dann die Aussage zum Vorschein das manche Kommentare reifen müssen! Hallo? Will der durch die Blume sagen das mein Kommentar Käse ist? Wohl nicht, denn einige Zeit später sehe ich in meiner Mailbox das der Blogger sich nun auch mit meinem Kommentar befasst hat und darauf reagiert hat, er stellt sogar ein paar Fragen. Aber ich antworte nicht mehr, schließlich bin ich ja frustriert.

Soweit die Geschichte, für mich mittlerweile schon Schnee von gestern, aber sie taugt als Beispiel.

Hier zeigt sich nun eindeutig das es verschiedene Ansichten bzgl. der Moderation von Blogkommentaren gibt. Für den Blogger ist es nicht so wichtig zeitnah auf einen Kommentar zu reagieren. Er hat dabei aber nicht bedacht wie sich der Kommentator fühlt. Ich erkläre mal kurz warum ich frustiert war. Ich wurde persönlich eingeladen meine Meinung zu einem Thema abzugeben. Sowas schmeichelt mir, also reagiere ich und freue mich auf eine spannende Diskussion. Dann merke ich aber das nichts passiert obwohl ich den Blogger online sehe, er bewirbt sogar gerade den angesprochenen Artikel bei Twitter. Spätestens in diesem Moment schlägt die Stimmung um, ich fühle mich benutzt. Wie ein Mittel zum Zweck um den Kommentar-Counter hochzutreiben. Wirkliches Interesse an meiner Meinung kann ja nicht bestanden haben, sonst hätte er sich um mich gekümmert.

Man sollte also, wenn man andere Blogger persönlich zu einem Kommentar einlädt, auf jeden Fall darauf achten die Diskussion auch zu leiten und zeitnah mit ihnen zu kommunizieren. Besonders wenn man sich in der Zeit online aktiv zeigt. In den meisten Fällen lädt man aber niemanden zu einem Kommentar ein, sondern bietet lediglich die Plattform und die Möglichkeit dafür.

Ich werfe mal die Behauptung in den Raum dass das Moderationstalent eines Bloggers sogar maßgeblich zum Erfolg eines Blogs beiträgt. Ein tolles Beispiel dafür ist für mich die liebe Tanja von Crazytoast.de. Tanja kümmert sich sehr schön um ihre Kommentatoren und versucht fast immer jedem einzelnen ein kleines Feedback zu seinem Kommentar zu liefern. Das Resultat kann man auch erkennen, viele Kommentare zu jedem Artikel. Egal ob es um ein Stück PHP-Code oder um einen Katzenkratzbaum geht.

Natürlich ist ein Blogger nicht 24/7 online. Deshalb kann es auch ruhig mal dauern bis man als Artikelverfasser in die Diskussion einsteigt. Mir selbst geht es auch manchmal so das ich partout nicht weiß was ich einem einzelnen Kommentator antworten soll oder es schier verschwitze. Mitunter bleibt ein Kommentar dann auch mal unbeantwortet. Ich werde aber künftig versuchen meine Fähigkeiten als Diskussionsleiter hier noch weiter zu verbessern.

Wie seht ihr das? Sollte ein Blogger neben seinen Artikeln auch viel Wert auf die Art und Weise seiner Moderation legen? Oder ist euch das nicht so wichtig und ihr wartet einfach ab wie sich die Reaktionen auf einen Artikel entwickeln?

Verwandte Artikel:

  1. Hallo Blogger – Sei authentisch! Sei du selbst!
  2. Kommentare – was man beachten sollte!
  3. Total Social – Blogger meets Blogger
  4. Blogkommentare sind auch Vorstellungsgespräche
  5. Sind Blogger Informations-Messis?
  6. Lob mich! Ist Anerkennung für Blogger ein Risiko?

Abgelegt unter: Bloggen

Benutzer, die diese Seite fanden, suchten auch nach:

  • was macht eine gut Diskussionsleiter
  • anderer name für diskussionsleiter
  • diskussionsleiter
  • beispiel Diskussionsleiter